Die Kranio Sakrale Osteopathie befasst sich mit dem Erspüren und wieder in Fluß bringen des "kraniosakralen Rhythmus", der in jedem menschlichen Körper tastbar ist. Er geht von den Schädelknochen aus, ganz spezifisch vom os sphenoidale (Wespenbein) und dem os temporale (Schläfenbein), welche sich harmonisch miteinander bewegen wie die Kiemen eines Fisches bei der Atmung. Alle weiteren Schädelknochen bewegen sich sanft in diesem Rhythmus, mit ihnen auch die Membranen des Rückenmarks, der liquor cerebrospinalis (Rückenmarksflüssigkeit) und das Sakrum (Kreuzbein). Letztendlich ist diese unglaublich sanfte Schaukelbewegung an allen Teilen des Körpers tastbar.
Durch Traumen, Unfälle, schlechte Haltung usw. blockiert sich das Gewebe und verbleibt meist jahrelang in dieser Fehlstellung, wobei es zu chronischen Beschwerden kommt wie Rückenschmerzen, Migräne, Nackensteifigkeit und allgemeine Bewegungseinschränkung. An diesen Stellen ist der kraniosakrale Rhythmus schwächer oder auch gar nicht erspürbar, so dass man durch eine oder mehrere kraniosakrale Behandlungen wieder Fluß und Entspannung in blockierte Gelenke und Gewebe bringen kann.
Die Behandlung ist sehr sehr sanft, die Hände des Therapeuten arbeiten ohne Druck, um erstens die Kraniosakral - Bewegung zu ertasten, zweitens um dem Gewebe Zeit zu lassen, sich dem natürlich-gesunden Zustand wieder anzunähern. Fast hätte man das Gefühl "er tut ja gar nichts!", aber es tut sich viel, tief drinnen im Körper, es kann deshalb dauern bis es in unser Bewusstsein durchdringt!
Typisch nach einer Kraniosakral – Behandlung ist eine starke Müdigkeit oder tiefste Entspannung. Kurzzeitig können sich Kopfschmerzen oder eine Nasennebenhölenentzündung verschlimmern, was nur zeigt, dass sich die Schädelknochen neu "ordnen", um danach wieder freier beweglich zu sein. Auf Dauer können viele Schmerzen so reduziert werden, indem der Körper ganzheitlich in Harmonie gebracht wird.
Die Kranio Sakrale Behandlung ist keine Massage! Es wird weder Öl noch Kraft benötigt, nur geduldiges Hören in die körperliche Struktur des Patienten. |